Orgel Friedersdorf

Orgel

Die Orgel in Friedersdorf/Opp.

Das Orgelwerk wurde 1984 von der Orgelbaufirma A. Voigt aus Bad Liebenwerda gebaut (gegründet 1905). Verwendet wurden dabei das Orgelprospekt, die Manuallade und Teile der Klaviatur (mit geschnitzten Klaviaturbacken) von Johann Heinrich Gräbner, Dresden, 1699, welches ursprünglich für die Mönchenkirche in Jüterbog (zur DDR-Zeit entwidmet, das Inventar wurde verkauft) konzipiert worden war. Das Prospekt wurde in verkleinerter Form hier in Friedersdorf aufgestellt, mit 5 statt der 12 enthaltenen Register. Es ist die einzige erhaltende Arbeit (neben einem Cembalo in Prag und einem Orgelpositiv in Pirna) dieses einst bedeutendsten sächsischen Orgelbauers vor G. Silbermann. Johann Heinrich Gräbner d. Ältere (1665–1739) wirkte als Organist sowie Orgel – und Instrumentenbauer am Dresdner Hof.

Ein erstes Instrument hielt 1840 in die Friedersdorfer Kirche ihren Einzug und fand damals auf der zweiten Empore Platz. Dieses Instrument des Fa. Schröther, Sonnewalde, war in den 50ger Jahren wohl nicht mehr spielbar und wurde bei den damaligen Restaurierungsarbeiten mit der Empore entfernt. Fast 30 Jahre wurde das Instrument durch ein Harmonium ersetzt, bevor 1984 die oben genannte jetzige Orgel eingeweiht werden konnte.

Disposition:

Manual I (C-g'''):

Gedackt              8'

Principal              4'

Rohrflöte            4'

Oktave 2'

Mixtur  3-4fach

 

Pedal (C-f') angehängt (Gedackt 8')

 

Schleiflade, mechanisch

Klangbeispiel EG 155:

Herr Jesu Christ dich zu uns wend

 

Herr Jesu Christ, dich zu uns wend,

dein' Heilgen Geist du zu uns send,

mit Hilf und Gnad er uns regier

und uns den Weg zur Wahrheit führ.

Text: Wilhelm II Herzog zu Sachsen-Weimar 1648

Melodie: Gochsheim 1628