Evangelische Klosterkirchengemeinden

 
Doberlug, LindenaLugau, Eichholz, FischwasserRückersdorf, OppelhainFriedersdorf, Gruhno
 

Zisterzienserklosterkirche Doberlug

Zeittafel der Klosterkirche Dobrilugk

 

1005
Dobraluh wird vom Chronisten Thietmar von Merseburg in seiner Beschreibung der Feldzüge der Deutschen gegen die Polen erstmals erwähnt.

 

1165
gründet Dietrich I. Markgraf von Landsberg und der Ostmark (Lausitz) am 1. Mai das Kloster Dobriugk

 

1184
Aufgrund von Kriegseinwirkungen kommt erst jetzt der Mönchskonvent vom Mutterkloster Volkenroda au Thüringen und beginnt mit dem Bau des Klosters.

 

1199
Der Gründungsbesitz des Klosters wird urkundlich genannt.

 

1209
Der Bau der Klosterkirche war so weit fortgeschritten, dass die Markgräfin Elisabeth, Gemahlin Konrads II., darin bestattet werden konnte.

 

1210/11
Walther von der Vogelweide erwähnt in einem seiner Gedichte das Kloster Dobrilugk.

 

1228
wird als Weihejahr der Kirche angenommen.

 

1232
gilt als Jahr der Gründung eines Ackerhofes in Althöfchen an der Obra (in Polen), aus dem 1286 das Tochterkloster Neu Dobrilugk hervorging.

 

1234
Die Klosterdörfer des Kernbesitzes Werenzhain, Kirchhain, Hennersdorf, Eichholz, Lugau, Schönborn, Lindena, Fischwasser und der Ackerhof Schulz werden urkundlich genannt.

 

1253
In einer Papsturkunde werden zusätzlich zu den 1234 genannten Dörfern als zum Kloster gehörend aufgeführt: Kleinhof, Frankena, Friederdorf, Gruhno, Münchhausen, Rückersdorf, Staupitz sowie die Dörfer westlich von Luckau: Falkenberg und Kemlitz, des weiteren Bönitz und Münchsdorf (wüst) im späteren Kreis Liebenwerda und bei Torgau an der Elbe Graditz sowie die heute wüsten Dörfer Kosmatitz, Kranewitz und Wiesitz.

 

1301
Die Stadt Lübben gehört bis etwa 1329 zum Kloster, so dass der Dobrilugker Abt auch Herr zu Lübben ist.

 

1373
Die Besitzbestätigungsurkunde Karls IV. nennt 42 Dörfer und mehrere Ackerhöfe als dem Kloster gehörend.

 

1431
Die Hussiten zerstören und plündern das Kloster.

 

1434
Kaiser Sigismund bestätigt dem Kloster 65 Dörfer und Ackerhöfe, damit ist wohl der Höhepunkt hinsichtlich der Besitzungen erreicht. Der nördlichste Ort ist Schollen bei Luckau, im Osten Dobristroh (heute Freienhufen), im Süden Staupitz und im Westen Kunzwerda bei Torgau.

 

1534
lässt der Abt Johann von Paul Fischer eine Glocke gießen.

 

1541
Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen läßt das zu Böhmen gehörende Kloster besetzen und im Zuge der Reformation säkularisieren. Aus dem dazu angefertigten Besitzverzeichnis geht hervor, dass noch alle Orte und Ackerhöfe des Kernbesitzes dem Kloster gehören (andere Orte sind z. T. verpfändet). Der nun weltliche Besitz bildet die Grundlage der Herrschaft un des späteren Amtes Dobrilugk.

 

1624
Die baufällige Klosterabtei und das Hospiz werden in den Neubau des Dobrilugker Schlosses mit einbezogen.

 

1637
Die Kirche wird im Dreißigjährigen Krieg durch schwedische Soldaten schwer beschädigt.

 

1676
Die Klosterkirche wird umgebaut und als evangelische Schloß- und Pfarrkirche eingeweiht.

Orgelbauer June baut eine Orgel mit 17 Registern ein.

 

1696
erfolgt die Kantorei Dobrilugk

 

1728
schenkt Herzog Moritz Wilhelm der Kantorei zwei Pauken.

 

1779
entsteht ein Brand in der Schloßkirche.

 

1852
Der Mönchs- und Konversenflügel der Klausur fallen einem Feuer zum Opfer und werden abgerissen. Kirche und Refektorium bleiben erhalten.

 

1875
Die Sauer-Orgel (Opus 209) mit zwei Manualen und Pedal (27 Register) wird eingebaut.

 

1905
beginnend wird die Kirche bist 1909 grundlegend saniert.

 

1955
Die große Glocke im Vierungsturm wird geweiht.

 

1973
wird eine Kleinorgel (Orgelbau Voigt) für die Sakristei angeschafft.

 

1996
beginnen die Instandsetzungsarbeiten an den gesamten Dach- und Turmflächen.
Es findet die 300-Jahr-Feier der Kantoreigesellschaft statt.

 

1997
Die Kantorei kauft ein Orgelpositiv (Orgelbau Kemper).

 

1998

Im September wird mit einer Doberluger Festwoche dem 900-jährigen Jubiläum des Zisterzienserordens gedacht.

 

Heute ist die Klosterkirche St. Marien Doberlug das bedeutendste Baudenkmal im Süden Brandenburgs.

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